Wir hetzen durch den Alltag und wissen ganz genau: Ewig halten wir Druck und Dauerstress nicht aus. Bevor es zu deutlichen Stresssymptomen oder gar Schlimmerem – wie Burnout – kommt, sollten wir durchatmen! Woher kommt der Stress?
Jede zweite Führungskraft und 28 Prozent aller Angestellten fühlen sich gestresst, Krisenängste erhöhen den Leistungsdruck. Diese Belastung ist nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Unternehmen ein großes Problem. Denn Stress führt zu Fehlzeiten, Fehlern und im schlimmsten Fall zum Burnout, bei dem der Mitarbeiter für mindestens ein Jahr ausfällt.
Auslöser für Stress sind unsichere Arbeitsverhältnisse, zum Beispiel durch betriebliche Probleme, hoher Termindruck, unflexible und lange Arbeitszeiten, Mobbing und nicht zuletzt die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie. Meist leiden vor allem Arbeitnehmer, die sich nicht angemessen wertgeschätzt fühlen und auch oft unter- beziehungsweise überfordert sind, unter Dauerstress. Sie haben ein doppelt so hohes Risiko, an einem Herzinfarkt oder an einer Depression zu erkranken. Anerkennung und die Perspektive, sich in einem sicheren Arbeitsverhältnis weiter entwickeln zu können, sind in diesem Umfeld viel wichtiger als nur eine angemessene Entlohnung.
Schnelle Ersthelfer für mehr Gelassenheit wenn der Stress übermächtig zu werden droht.
1. Atmen Sie tief!
Wer Stress empfindet, atmet zumeist flach. Dann werden nur die oberen Anteile der Lungenflügel mit sauerstoffreicher Luft gefüllt und große Teile der Lunge bleiben ungenutzt. Mit der richtigen Atemtechnik lassen sich Stresssymptome mildern. Ein entspannter Mensch hingegen atmet tief und langsam ein und aus.
2. Gönnen Sie sich mehrere kurze Ruhepausen!
Eine Möglichkeit ist die 50-Minuten-Stunde: 50 Minuten arbeiten, 10 Minuten Pause.
3. Machen Sie klare Ansagen und lernen Sie, Nein zu sagen!
Wer es zu oft unterlässt, Nein zu sagen, der übernimmt schnell zu viele Aufgaben und fühlt sich dann überfordert.
4. Achten Sie auf Ihre Ernährung!
Essen Sie unter Stress komplexe Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln oder Getreide und vermeiden Sie die einfachen Kohlenhydrate, wie sie in stark gezuckerten Speisen, Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und moderenen Getränken vorkommen.
5. Trainieren Sie Körper und Körpergefühl!
Beim Sport werden Stresshormone abgebaut, bei Bewegungsmangel stauen sie sich auf.
Kleine Schritte bringen schneller Erfolgserlebnisse
Man sollte sich auch für kleine Etappen belohnen. Beispiel: “Wenn ich es schaffe, zweimal pro Woche eine halbe Stunde Sport zu machen, gönne ich mir ein schönes Glas Wein.” Machen Sie ein persönliches Projekt daraus. Definieren Sie Start, Zwischenschritte und Ziel. Ohne Ziel keinen Erfolg, ohne Ziel treten Sie auf der Stelle. Feiern Sie dabei jeden Teilerfolg, erfreuen Sie sich daran, Stress nicht zu Ihrem Gegner, sondern zu Ihrem Partner zu machen. Arbeiten Sie mit ihm, anstatt gegen ihn. Erstellen Sie für sich einen Stressregulierungsplan.